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Fallstudien Ludwigsburg: Start der zweiten Erhebung

Während in den letzten Wochen bereits die Dokumentenanalyse vorgenommen wurde, startet am 20.06. die Interviewerhebung in der zweiten Falleinrichtung des Projektpartners aus Ludwigsburg. Die dritte Fallstudie wird im dritten Jahresquartal beginnen.

Datenerhebung an der VHS Cham

Von 2.5. bis 4.5. besuchte Reinhard Lechner im Rahmen der KOPROF-Datenerhebung die VHS in Cham, um dort ExpertInneninterviews zu führen. Nach der IHK Würzburg-Schweinfurt stellt die VHS Cham die zweite Würzburger Falleinrichtung im Projektverlauf dar, in der mit Gesprächen in Erfahrung gebracht werden konnte, welche verschiedenen Tätigkeiten es sind, die das Personal in der beruflichen Weiterbildung in Bayern ausübt und welche Rahmenbedingungen darauf Einfluss nehmen.

VHS ChamDie Einrichtung weckte beim Projektpartner aus Würzburg Interesse, da ihre inhaltliche Ausrichtung über das „klassische“ Angebot einer VHS zur beruflichen Weiterbildung weit hinausgeht. So konnten auf Initiative der VHS die „Tourismusakademie Ostbayern“, die „Wellness-Kosmetik-Schule Bad Kötzting“, die „Berufsfachschule für Physiotherapie“, die „Berufsfachschule für Altenpflege und Altenpflegehilfe Bad Kötzting“ und die „Gesundheitsakademie Ostbayern“ gegründet werden. Diese Berufsfachschulen bzw. Weiterbildungs-einrichtungen decken ihre jeweiligen Branchen mit innovativen Angeboten ab und bilden mittlerweile eine wichtige Versorgungssäule im ostbayerischen Beschäftigungsraum. Seit September 2017 konnte unter der Förderung des Europäischen Sozialfonds außerdem der Themenbereich Frau und Beruf in der VHS Cham angesiedelt werden. Dieser Bereich bietet zielgruppenspezifische Beratungs- und Workshopangebote, um Frauen (wieder) den Sprung ins Berufsleben zu ermöglichen. Daneben gibt es in Cham auch das „klassische“ VHS-Angebot im Bereich Beruf – mit EDV-Kursen, fachbezogenen Themen oder den Aufstiegsfortbildungen mit IHK-Abschluss Zum festangestellten Personal der VHS Cham zählen aktuell somit über 70 MitarbeiterInnen. Diese hohe Zahl, das inhaltlich breit gefächerte Angebot und die Strukturen der anhängenden Akademien und Fachschulen machten es für den Projektpartner aus Würzburg besonders ertragreich, in den Interviews nach Konturen der Professionsentwicklung in der beruflichen Weiterbildung zu fragen.

In den drei Tagen führte Herr Lechner insgesamt 9 ExpertInneninterviews mit dem festangestellten Personal und mit freiberuflichen KursleiterIinnen. Auf der Leitungsebene der Einrichtung wurden als aktuelle Herausforderungen u.a. die Flexibilität in der Angebotsplanung durch die gesellschaftlichen Veränderungen genannt. Bei den KursleiterIinnen fiel auf, dass die heterogene Zielgruppe der MigrantIinnen und die didaktische Planung im Bereich vor neue Herausforderungen stellen. Noch vor dem Codieren und Interpretieren können die Interviews vom Würzburger Projektpartner als sehr ergiebig eingeschätzt werden, da die Bandbreite der Tätigkeiten und die unterschiedlichen Einflüsse im Feld gut darin lesbar werden. Tendenziell wird sogar mehr eine individuelle Professionalisierung deutlich, als im Theoriediskurs angenommen.

Das Durchführen der Tätigkeitsbeschreibungen und der Fokusgruppen im weiteren Projektverlauf, in denen die ausgewerteten Interviews nochmals gemeinsam mit dem Personal diskutiert werden, soll nun weiteren Aufschlüsse bringen.

KOPROF - KONTUREN DER PROFESSIONSENTWICKLUNG IN DER BERUFLICHEN WEITERBILDUNG 
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